Position

Verbraucher­schutz und wirtschaftliche Freiheit gehören zusammen

Gute Regeln schützen vor Missbrauch, ohne Mündigkeit zu ersetzen. Ziel ist der informierte Verbraucher, nicht der bevormundete.

Ausgangslage

In der öffentlichen Debatte werden Verbraucherschutz und wirtschaftliche Freiheit häufig als Gegensätze dargestellt: hier der Schutz vor Risiken, dort die Freiheit von Anbietern und Kunden. Diese Gegenüberstellung greift zu kurz.

Unsere Position

  1. Mündigkeit als Leitbild. Verbraucherpolitik sollte Menschen befähigen, eigene Entscheidungen zu treffen, und ihnen diese nicht abnehmen.
  2. Klare Regeln gegen Missbrauch. Wo Informationsgefälle ausgenutzt werden oder Täuschung vorliegt, braucht es wirksame Regeln und ihre konsequente Durchsetzung.
  3. Verhältnismäßigkeit. Regulierung muss ihre Ziele mit möglichst geringem Aufwand erreichen und regelmäßig auf ihre Wirkung überprüft werden.
  4. Schutz für Verletzliche. Menschen in besonderen Lebenslagen brauchen besondere Aufmerksamkeit, ohne dass alle Verbraucher gleichermaßen bevormundet werden.

Begründung

Die Soziale Marktwirtschaft verbindet Freiheit und Verantwortung. Ein verlässlicher Ordnungsrahmen ist die Voraussetzung freier Märkte, nicht ihr Gegenteil. Informierte und selbstbestimmte Verbraucher sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen Marktwirtschaft. Bildung und Transparenz sind dabei wirksamer als Verbote, wo immer sie ausreichen.

Hinweis zum Informationscharakter

Die Inhalte der Deutschen Finanzhilfe e.V. dienen der allgemeinen Verbraucherbildung und Information. Sie stellen keine individuelle Anlage-, Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar und ersetzen keine Beratung durch hierzu befugte Stellen. Mehr zu unseren Leistungsgrenzen

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