Was dürfen Kinder ohne Zustimmung der Eltern kaufen?

Der sogenannte Taschengeldparagraf regelt, welche Geschäfte Minderjährige allein abschließen können. Ein Überblick für Eltern.

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Kinder unter sieben Jahren sind geschäftsunfähig. Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 17 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig. Ihre Verträge bedürfen grundsätzlich der Zustimmung der Eltern.

Der Taschen­geld­para­graf

Eine wichtige Ausnahme regelt Paragraf 110 des Bürgerlichen Gesetzbuchs: Ein Vertrag ist von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung überlassen wurden, typischerweise mit Taschengeld. Voraussetzung ist, dass vollständig bezahlt wird.

Grenzen

  • Ratenkäufe und Abonnements mit laufenden Zahlungsverpflichtungen fallen grundsätzlich nicht unter den Taschengeldparagrafen.
  • Was als angemessen gilt, hängt vom Einzelfall ab, etwa vom Alter und von der Höhe des überlassenen Betrags.
  • Bei In-App-Käufen und digitalen Abonnements empfiehlt es sich, Geräte mit Kaufsperren oder Freigaben abzusichern.

Gespräche über den Wert des Geldes und gemeinsame Entscheidungen sind ein wirksamer Beitrag zur Finanzbildung in der Familie.

Hinweis zum Informationscharakter

Die Inhalte der Deutschen Finanzhilfe e.V. dienen der allgemeinen Verbraucherbildung und Information. Sie stellen keine individuelle Anlage-, Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung dar und ersetzen keine Beratung durch hierzu befugte Stellen. Mehr zu unseren Leistungsgrenzen